Zehn Jahre „Tour für Vielfalt“ mit dem SCM
Erstes Training im Jubiläumsjahr 2026 beim SCM in der Getec-Arena: Seit zehn Jahren sind wir gemeinsam am Ball.
Zehn Jahre Partnerschaft sind mehr als nur eine Zahl. Es sind zehn Jahre gemeinsames Engagement, unzählige Begegnungen, viele verschwitzte Trikots und großartige Erlebnisse. Seit nunmehr einem Jahrzehnt ist der Paritätische Sachsen-Anhalt sozialer Partner der Handballer des SC Magdeburg. Ein echtes Herzstück dieser Partnerschaft ist dabei die Tour für Vielfalt.
Der Name ist Programm. Die Tour steht für Offenheit, Respekt, Toleranz und ein faires Miteinander – und dafür, dass Sport Türen öffnet. Egal welcher Herkunft oder welche Voraussetzungen vorliegen, Ziel war und ist es, den Handballsport dorthin zu bringen, wo junge Menschen sind: direkt vor Ort. Mit Beginn der Partnerschaft trainierten Spieler des SCM mit Kindern und Jugendlichen in Gardelegen, Gernrode, Burg, Pretzsch, Parey, Halle, Mieste, Haldensleben, Schönebeck, Zeitz, Langenweddingen – und natürlich Magdeburg. Immer mit einer klaren Botschaft: Vielfalt gehört zum Spiel. Und zum Leben.
Am 10. März 2020 hieß es dann erst einmal: Abpfiff. Die letzte Tour vor der Pandemie fand in Magdeburg statt, kurz darauf kam der Stillstand – auch in der Handball-Bundesliga, die am 21. April 2020 die Saison 2019/2020 abbrechen musste. Doch wer den SCM kennt, weiß: Aufgeben ist keine Option.
So wurde es digital. Unter dem Motto „Fit für Menschenrechte – Wir bleiben am Ball!“ riefen der SCM und der Paritätische Sachsen-Anhalt im Dezember 2020 zu einer Challenge auf. Fast 70 Menschen folgten dem Aufruf der SCM-Spieler Lukas Mertens und Christian O’ Sullivan und setzten sich in Kurzfilmen kreativ mit dem Thema Menschenrechte auseinander. Gestaltete Torwandplanen, viele Ideen – und viel Geduld: Pandemie bedingt zog sich die Aktion länger als geplant und fand ihren Abschluss erst am 31. Mai 2022. Aber auch hier galt: Dranbleiben lohnt sich.
Am 6. März 2023 dann endlich der Neustart – wieder live, wieder „Face to Face“. Und diesmal andersherum: Nicht die Handballer fuhren in die Region, sondern die Kinder und Jugendlichen kamen in die Handballhochburg Magdeburg. Seitdem werden sie stilecht mit dem SCM-Fan-Shuttle abgeholt – aus ganz Sachsen-Anhalt, von Havelberg bis Halle. Heute, am 22. Januar 2026, im zehnten Jahr unserer Partnerschaft, fuhr der Fan-Shuttle nach Niederndodeleben. Zu Gast in der GETEC-Arena: Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Niederndodeleben. Trainiert wurde mit „Doppel-T“ – Tim Hornke und Tim Zechel. Beworben hatte sich Schulsozialarbeiter Marcel Müller, selbst passionierter Handballer, für „seine“ Schülerinnen und Schüler.
In seiner Bewerbung schrieb er, dass Sport an der Schule mehr sei als Bewegung: ein Lernfeld für Teamgeist, Durchhaltevermögen, Verantwortung und Persönlichkeitsentwicklung. Die Tour für Vielfalt passe perfekt zur pädagogischen Ausrichtung der Schule und biete nachhaltige Impulse – sportlich wie menschlich.
Pünktlich um 08:30 Uhr ging es los. Begrüßt wurden die Jugendlichen von Ralf Böse, stellvertretender Vorsitzender des Paritätischen Sachsen-Anhalt, und Dorit Schubert, Leiterin der Regionalstelle Nord, die das Training gemeinsam mit „Doppel-T“ moderierten – inklusive Heimspiel-Atmosphäre. Nach einer schweißtreibenden Erwärmung folgten Prell-, Pass- und Wurfübungen. Die geplante Fragerunde? Überflüssig. Alles Wichtige wurde bereits auf dem Feld vermittelt. Also: Selfies, Autogramme, strahlende Gesichter – und 20 junge Menschen mehr, die erlebt haben, wofür diese Tour steht.
Zehn Jahre Partnerschaft. Zehn Jahre Vielfalt. Und ganz sicher: Wir bleiben am Ball!
Träger der Schulsozialarbeit an der Gemeinschaftsschule Niederndodeleben ist die Gemeinnützige Paritätische Sozialwerke – PSW GmbH. Sie engagiert sich insbesondere in der Kinder- und Jugendhilfe und unterstützt Schülerinnen und Schüler im Schulalltag bei persönlichen, sozialen und schulischen Herausforderungen. In enger Zusammenarbeit mit Schulen, Eltern und regionalen Partnern trägt die Schulsozialarbeit zu Chancengerechtigkeit, einem positiven Schulklima und stabilen Entwicklungsbedingungen bei.
Die Fotostrecke von Jesko Döring gibt es hier >>>




