Coronavirus: Aktuelle Informationen

26.05.2020

26. Mai 2020: Der Paritätische beobachtet die Ausbreitung des Coronavirus in Sachsen-Anhalt. Hier werden Informationen laufend aktualisiert.

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In Ergänzung zu den Fachinformationen, die wir unseren Mitgliedern exklusiv via E-Mail zur Verfügung stellen, erhalten Sie hier kontinuierlich weitere Informationen.

Update 26.05.2020

Schrittweise Rückführung der Covid19-Eindämmungsmaßnahmen

Die 6. SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung wurde beschlossen, die ab dem 28. Mai 2020 bis zum 1. Juli
2020 gilt. Damit beginnen die sukzessiven Rückführungen noch bestehender Beschränkungen in verschiedensten Bereichen. Sachsen-Anhalts Landesregierung begründete die getroffenen Regelungen auf einer Pressekonferenz mit einem Abwägungsprozess zwischen dem weiterhin bestehen dem Ansteckungsrisiko, dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger und dem wirtschaftlichen Druck. Die Herausforderung trifft alle, jeder Einzelne sollte mit den Lockerungen vorsichtig auch unter einer jeweiligen Risikoabwägung umgehen.

Landesregierung empfiehlt mehr Tests vor dem Hintergrund der weitreichenden Lockerungsmaßnahmen

Parallel zu den weitreichenden Lockerungen der 6. Corona-Eindämmungsverordnung plant Sachsen-Anhalts Landesregierung mit einer erweiterten Teststrategie und schnellen Reaktionen neu auftretenden Fällen einer möglichen zweiten Infektionswelle entgegenzuwirken. Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko sollen besonders geschützt und Infektionsketten frühzeitig unterbrochen werden.

Vollständige Pressemitteilung des Landes:
ms.sachsen-anhalt.de/aktuelles/news-detail/news/land-empfiehlt-mehr-tests-und-legt-schwellenwerte-fuer-corona-reaktion-fest/

Mehr Informationen erhalten unsere Mitglieder in unserem neuen Mitgliederbereich

Update 11. Mai 2020

Sozialschutzpaket II: Paritätischer kritisiert soziale Schieflage der staatlichen Hilfsmaßnahmen in Coronakrise
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Update 5. Mai 2020

Corona: Paritätischer fordert Überbrückungsgeld zum Schutz von Risikogruppen vor Verdienstausfall

Der Paritätische Wohlfahrtsverband macht in einer aktuellen Stellungnahme an den Bundestagsausschuss für Gesundheit auf eine sozialrechtliche Leerstelle von hoher Brisanz aufmerksam:
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Kleine Arbeitshilfe für Paritätische Mitgliedsorganisationen zu Finanzierungsfragen in Zeiten von Corona (Stand 29.04.2020)

Die Arbeitshilfe wurde aktualisiert, da sich in der Interpretation des SodEG herauskristallisiert, dass das Kurzarbeitergeld von den max. 75 Prozent SodEG-Zuschuss abgezogen wird. Über die aktualisierte Arbeitshilfe  sollen Mitgliedsorganisationen informiert werden über das, was sie beachten müssen, wenn sie eine Finanzierung über das SodEG beantragen wollen und inwieweit Kurzarbeit dabei bedacht werden sollte. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

Update 30. April 2020

Corona-Krise: Deutsches Kinderhilfswerk stockt Hilfen für arme Familien mit Kindern auf

Das Deutsche Kinderhilfswerk stockt angesichts der Corona-Krise seine Hilfen für arme Familien mit Kindern auf. Damit soll Kindern und Jugendlichen aus sozial und finanziell benachteiligten Familien geholfen werden, die in der Corona-Krise unter besonderen Einschränkungen leiden. Für sie hat das Deutsche Kinderhilfswerk fünf Hilfspakete in den Bereich „Digitales Lernen“, „Nachhilfe“, „Frühkindliche Bildung“, „Beschulung in Flüchtlingsunterkünften“ und „Ausgewogene Ernährung“ aufgesetzt.

  • Paket Digitales Lernen, 250 Euro: Vielen Familien fehlt es an einem Computer, Internetzugang oder Drucker. Den Kindern droht dadurch eine digitale Zwei-Klassen-Gesellschaft, in der sie noch weiter abgehängt werden. Das Paket „Digitales Lernen“ beinhaltet eine einmalige Unterstützung für eine (digitale) Lernausstattung für eine Familie.
  • Paket Nachhilfe, 100 Euro: Viele Kinder brauchen bei ihren Schulaufgaben Hilfe. Ihre Eltern können ihnen jedoch die erforderliche Unterstützung oft nicht geben. Das Paket „Nachhilfe“ beinhaltet Nachhilfeunterricht von einer externen Person, die sich einen Monat lang zwei Mal pro Woche persönlich mit dem Kind trifft – entweder digital oder unter strenger Beachtung der bestehenden gesundheitlichen Sicherheitsvorkehrungen.
  • Paket Frühkindliche Bildung, 75 Euro: Eine hohe Qualität der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung zahlt sich nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Gesellschaft aus, da eine gute frühkindliche Bildung und Erziehung unterschiedliche Startbedingungen und Zukunftschancen wirksam ausgleichen kann. Das Paket „Frühkindliche Bildung“ möchte mit Gedulds- und Gemeinschaftsspielen, Lese- und Hörbüchern sowie Mal-Sets dabei helfen, die Zeit ohne Kita sinnvoll zu überbrücken.
  • Paket Beschulung in Flüchtlingsunterkünften, 500 Euro: Es ist ein wichtiges Anliegen des Deutschen Kinderhilfswerkes, geflüchtete Mädchen und Jungen bei ihrer Integration zu unterstützen. Denn Kinder und Jugendliche, die eine neue Heimat bei uns suchen, stehen vor besonderen schulischen Herausforderungen. Das Paket „Beschulung in Flüchtlingsunterkünften“ ermöglicht für ein Homeschooling die Anschaffung von PC, Drucker und Papier sowie Schreibmaterialien in Flüchtlingsunterkünften.
  • Paket Ausgewogene Ernährung, 50 Euro: Im Hartz IV-Satz sind nur rund vier Euro pro Tag für Lebensmittel und Getränke für ein 10-jähriges Kind vorgesehen, das reicht für eine ausgewogene Ernährung nicht. Das Paket „Ausgewogene Ernährung“ sichert einem Kind einen Monat lang ausreichend Obst und Gemüse zu.

„Größtenteils geschlossene Schulen, Kitas, Spielplätze und Jugendzentren: Für Kinder ist das auf Dauer schwer tragbarer Zustand. Doch für Kinder aus sozial und finanziell benachteiligten Familien ist dieser Zustand auf vielen Ebenen eine Katastrophe. Deshalb helfen wir über unseren Kindernothilfefonds beispielsweise mit digitalen Lernausstattungen und Nachhilfeunterricht oder mit direkten Zuschüssen an Familien, damit diese ihre Kinder mit ausreichend Obst und Gemüse versorgen können“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Der Kindernothilfefonds des Deutschen Kinderhilfswerkes hat mit seiner Einzelfallhilfe seit seiner Gründung in Not geratenen Familien mit mehr als zwei Millionen Euro geholfen. Zur Koordinierung der Hilfen steht das Deutsche Kinderhilfswerk in regelmäßigem Austausch mit seinen deutschlandweiten Kontaktstellen und Kinderhäusern.

Mehr unter: https://www.dkhw.de/foerderung/corona-nothilfe-pakete/


Update 29. April 2020

Regelbetrieb in Kitas während Corona unmöglich: Paritätischer mahnt realistische Konzepte zur schrittweisen Öffnung von Kitas an.
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Schrittweise Rückkehr zum Schulunterricht
In der heutigen Pressekonferenz wurde verkündet, wie ab Montag die schrittweise Rückkehr zum Schulunterricht aussehen soll.

  • Ab dem 4. Mai gehen alle Schüler*innen wieder zur Schule, die ihren Abschluss in 2021 anstreben.
  • Ebenso gehen ab dem 4. Mai die Grundschüler*innen der 4. Klassen wieder zum Unterricht.
  • Ab dem 6. Mai sollen die Schüler*innen wieder gehen, die 2022 ihr Abitur ablegen werden.
  • Ab dem 6. Mai sollen die weiteren Jahrgänge tageweise gehen. Dabei ist zu den jeweils oben genannten zu berücksichtigen, dass nur eine weitere Jahrgangsstufe jeweils anwesend ist.
  • Die Beschulung erfolgt dann rollierenden und die Schulen differenzieren das nach ihren jeweiligen Möglichkeiten aus.

Update 24. April 2020

Wir sind Paritaet #SupportSocial - unterstütze Soziale Arbeit jetzt!

Tausende Einrichtungen der Sozialen Arbeit arbeiten auch während der gegenwärtigen Krise unter erschwerten Bedingungen weiter. Jedoch kommt durch diese Krise unsere soziale Hilfe nicht nur schwerer dort an, wo sie hin soll, sondern wir selbst als Einrichtungen sind existenziell bedroht. Schon jetzt geht vielen sozialen Projekte, Initiativen und Betrieben der Sozialen Arbeit finanziell die Puste aus, weil die aktuellen Hilfsprogramme von Bund, Ländern und Kommunen für sie nicht greifen. Doch das darf nicht geschehen! In diesem Video machen wir auf unsere Situation aufmerksam, denn WIR SIND PARITÄT! Teile das Video und unterstütze jetzt ein Projekt der Sozialen Arbeit in deiner Nähe mit einer kleinen Spende! Hier geht es zum Video: Wir sind Parität

 

Arbeitshilfe: virtuelle Treffen in Selbsthilfegruppen

Wie organisiert sich die Selbsthilfe virtuell - und trotzdem so, dass sich alle Beteiligten sicher fühlen? Die Arbeitshilfe gibt Tipps und bietet Vorlagen für Datenschutzerklärungen und Gesprächsregeln.

Update 21. April 2020

Sachsen-Anhalts Landesregierung hat eine Mundschutzpflicht für Einkäufe und den öffentlichen Nahverkehr beschlossen. Sie soll von Donnerstag an 0.00 Uhr an gelten, wie die Deutsche Presseagentur aus Regierungskreise erfuhr. Zuvor hatte die MZ (online) über die Einführung berichtet.

Update 20. April 2020

Pressestatement: Paritätischer für Erhöhung des Kurzarbeitergeldes

Aktualisiertes FAQ des Sozialministeriums zur Notbetreuung in Kitas und Schulen
Sie finden die Antworten auf die häufigsten Fragen auch online hier

 

Update 17. April 2020

Aktuelle Maßnahmen in der Corona-Krise
Im Kampf gegen das Coronavirus haben die Länder am 16. April 2020 weitere Maßnahmen beschlossen: Die Kontaktbeschränkungen werden bis mindestens 3. Mai verlängert, kleinere Geschäfte dürfen ab Montag wieder öffnen. Ab dem 4. Mai beginnt auch wieder der Unterricht für alle abschlussrelevanten Klassen des kommenden Jahres.

Die 4. Verordnung zur Eindämmung tritt am kommenden Montag, 20. April in Kraft und bleibt zunächst gültig bis zum 3. Mai 2020

Videobotschaft der Landesgeschäftsführerin zur 4. Eindämmungsverordnung


Update 7. April 2020

Plötzlich online beraten? Viele kleine Träger sehen sich mit Corona vor der Herausforderung, ihr Angebot plötzlich digital fortführen zu müssen. Wir haben die häufigsten Fragen aufgegriffen und daraus einen eigenen Webzeugkoffer-Beitrag gebastelt (auch im Corona-FAQ zu finden): Mit vielen konkreten Tipps und wertvoller Fachliteratur zum Umbau.

Tipps und Hinweise zur Herausforderung, das eigene Beratungsangebot kurzfristig auf digitale Medien umzustellen.

Beratungsangebot auf Online umstellen - was muss ich beachten?

Tipps und Hinweise zur Herausforderung, das eigene Beratungsangebot kurzfristig auf digitale Medien umzustellen.

 

Coronakrise: Videobotschaft der Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Sachsen-Anhalt Anja Naumann

Soziale Einrichtungen sind massiv von den Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus betroffen. Trotz der enormen Herausforderungen, welche die Pandemie an den Paritätischen Sachsen-Anhalt und seine Mitgliedsorganisationen stellt, gelingt es in vielen sozialen Bereichen Dienste und Hilfen weiterhin anzubieten.
 

Aktion Mensch bietet Soforthilfeprogramm für Menschen in Notlagen
Mit der Corona-Soforthilfe in Höhe von 20 Millionen Euro unterstützt Aktion Mensch Organisationen und Vereine, die sich um die akuten Problemfelder „Assistenz und Begleitung“ sowie „Lebensmittelversorgung” kümmern.

"Assistenz und Begleitung(Menschen mit Behinderung) dient der Stärkung der vorhandenen ambulanten Dienste während der Corona-Krise.
Förderfähig sind: Personal-, Honorar- und Sachkosten sowie Investitionskosten (bis max. 10 Prozent der Gesamtkosten).

Der zweite Schwerpunkt - Lebensmittelversorgung:
TAFELN, ARCHE und ähnliche Organisationen erhalten Unterstützung für Hilfen von Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten. Es werden Fördermittel zur Überbrückung in der Krisenzeit gewährt.

Förderfähig sind: Kosten für Lebensmittel (Sachkosten) sowie Personalkosten. Es soll die Deckung der Lebensmittelbeschaffung gefördert werden. Auch die Koordination von Unterstützern/Helfern ist förderfähig.
Weitere Informationen zu den Soforthilfeprogrammen und zur Antragstellung erhalten Sie hier.

 

Update 2. April 2020

LOTTO Sachsen-Anhalt hat einen Hilfsfonds für gemeinnützige Vereine, Träger, Verbände und Organisationen eingerichtet, die finanzielle Ausfallbelastungen durch die Corona-Pandemie haben. Über unseren Lotto-Hilfsfonds werden bis zu 1 Million Euro bereitgestellt.

Anträge per E-Mail bitte an:
coronahilfe(at)sachsen-anhalt-lotto.de

Anträge per Post bitte an:
Abteilung Fördermittel – Stichwort Corona-Hilfe
LOTTO Sachsen-Anhalt
Stresemannstraße 18
39104 Magdeburg

Weitere Infos unter:
LOTTO Sachsen-Anhalt stellt 1 Mio. Euro für das Gemeinwohl bereit

 

Update 1. April 2020

Prämien für Pflegepersonal sicherstellen: Paritätischer fordert konkrete Unterstützung in der Pflege.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert die Pflegekassen auf, angesichts der coronabedingten Zusatzbelastungen Prämien für Pflegepersonal zu akzeptieren und zu erstatten. Zur vollständigen Pressemeldung

Richtiges An- und Ablegen von persönlicher Schutzausrüstung

Von einem Malteser-Krankenhaus wurden Erklärvideos zum richtigen Anlegen der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) bei Corona-Verdachtsfällen und bestätigten Corona-Fällen veröffentlicht. Empfehlenswert!

Die Erklärvideos des Malteser Krankenhaus "St. Franziskus Hospital" finden sich hier auf YouTube:

Anlegen von Schutzbekleidung (Erklärvideo Malteser 2:14 min)
https://www.youtube.com/watch?v=4MndZXEUQ1Y

Ablegen von Schutzbekleidung (Erklärvideo Malteser 3:33 min)
https://www.youtube.com/watch?v=B3XAcYmfIDo


Update 31. März 2020
Corona-Krise: Paritätischer fordert Notprogramm für Menschen in Hartz IV
Der Paritätische fordert ein sofortiges Notprogramm für Menschen in Hartz IV und in der Altersgrundsicherung. Die mit der Corona-Krise verbundene Schließung von Tafeln und anderen Unterstützungssystemen stürze arme Menschen in existentielle Krisen. Der Verband fordert finanzielle Soforthilfen für Bedürftige, darüber hinaus müssten alle Leistungskürzungen, etwa durch Sanktionen, sofort beendet werden.
Zur vollständigen Pressemitteilung

Update 30. März 2020
Akuter Mangel an Schutzausstattung: Paritätischer fordert staatliche Intervention und Unterbindung des freien Handels mit Schutzkleidung und Atemmasken. Zur vollständigen Pressemitteilung

Update 26. März 2020
Offene Ohren - Rat und Hilfe in besonderen Lebenslagen weiterhin sichergestellt.
Die Mitarbeitenden in den Beratungsstellen wissen: es ist wichtig, dass der Kontakt zu den Ratsuchenden nicht abreißt. Aufgebaute Vertrauensverhältnisse müssen in diesen besonderen Zeiten aufrechterhalten werden und helfen durch persönliche Krisen. Zur vollständigen Pressemeldung

Update 25. März 2020

Corona FAQ-Übersicht des Paritätischen Gesamtverbandes. Neben allgemeinen Informationen in leichter Sprache, Gebärdensprache und mehreren Sprachen, erhalten Sie aktuelle Beiträge:

  • Für Arbeitgeber,
  • Freiwilligendienste,
  • Schutz und Unterstützung,
  • Für Pflegeeinrichtungen,
  • und zu dem Thema Finanzen

Update 25. März 2020:

Prof. Dr. Rolf Rosenbrock ist Vorsitzender des Paritätischen und Gesundheitswissenschaftler. Im Video beantwortet er die akutesten Fragen zum Thema Coronavirus: https://www.youtube.com/watch?v=mh7xin6wK7E

Update 24. März 2020:
Corona-Sozialschutzpaket: Paritätischer mahnt unbürokratische Umsetzung an
Der Paritätische mahnt zusätzliche Lösungen für die medizinische Reha, Jugendherbergen und Bildungswerke an. Zentral sei grundsätzlich eine möglichst unbürokratische und konstruktive Umsetzung auf Länderebene. Notwendig sei zudem eine sofortige finanzielle Unterstützung für arme Menschen in der Grundsicherung. Zur vollständigen Pressemeldung


Die Bundesregierung unternimmt derzeit größte Anstrengungen, um in kürzester Zeit Gesetzesänderungen umzusetzen, um wirtschaftliche und soziale Folgen der Corona-Pandemie einzugrenzen und zu verhindern. Für den Bereich der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik hat das federführende Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) heute eine Kabinettsvorlage für ein Sozialschutzpaket vorgelegt, die heute vom Bundeskabinett beschlossen wurde.
Entwurf eines Gesetzes für den erleichterten Zugang zu sozialer Sicherung und zum Einsatz und zur Absicherung sozialer Dienstleister aufgrund des Coronavirus SARS-CoV-2 (Sozialschutz-Paket)

aktuelle Pressemitteilungen im Überblick

aktuelle Informationen via Twitter

Häufig gestellte Fragen zum Corona Virus im Überblick:
Wer hat Anspruch auf Kurzarbeitergeld? Werden weiterhin Begutachtungen zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit durch den MDS/MDK erfolgen? Was muss ich tun, wenn meine Einrichtung / mein Dienst aufgrund der Krise in absehbare Zahlungsschwierigkeiten gerät oder überschuldet ist?
Welche Quarantäneregelungen gelten im Pflege- und Gesundheitsbereich für Kontaktpersonen?
Fragen und Antworten: FAQ-Übersicht des Paritätischen

Plötzlich mobil von zu Hause aus arbeiten?
Hier bekommen Sie einen Überblick über ortsungebundene Online - Werkzeuge für die Zusammenarbeit.
Online-Tool-Tipps des Paritätischen


Aktuelle Informationen (Stand 16. März 2020):

Kurzfristige Erleichtungen beim Kurzarbeitergeld - Coronavirus

Wir weisen weiterhin darauf hin, dass das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt (MS) zur aktuellen Lage Informationen aus der Geschäftsstelle des Einsatzstabes Pandemie auf den Seiten des MS veröffentlicht hat. So sind hier aktuell im Zusammenhang mit dem Auftreten von Corona-Infektionen neben Empfehlungen und Hinweisen für stationäre und teilstationäre Einrichtungen der Altenhilfe sowie für ambulante Pflegedienste, auch Empfehlungen an Gemeinschaftseinrichtungen der Behindertenhilfe zu finden. 

https://ms.sachsen-anhalt.de/themen/gesundheit/aktuell/coronavirus/

Seit dem 10. März 2020 ist der Einsatzstab Pandemie durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration offiziell eingesetzt. In diesem Zusammenhang wurden Sachverständige berufen. Die Sachverständigen aus Behörden und Institutionen sollen regelmäßig zum Einsatzstab hinzugezogen werden. Weiterhin wird die Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeiten gewährleistet.

Priorität für den Einsatzstab hat die Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus.
Im Kurzüberblick möchten wir Sie folgend über die Informationen aus dem Gremium in Kenntnis setzen:

  • Es wird die Empfehlung ausgesprochen, in allen Pflegeeinrichtungen den Besucherverkehr einzuschränken.
  • Festlegung Einsatzstab Pandemie: Alle Institutionen haben mit sofortiger Wirkung die Krisen- und Pandemieplanungen zu aktiveren.
  • Vulnerable Gruppen sind besonders zu schützen
  • Die Welle der Erkrankungen ist möglichst flach zu halten, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.
  • Es ist aktuell unklar, ob es einen saisonalen Bezug wie bei der Influenza gibt. Es besteht somit die Möglichkeit, dass die warme Jahreszeit keinen dämpfenden Einfluss haben wird.
  • Auf Bundesebene werden zusätzliche Beschaffungen geprüft. Neben der Schutzausrüstung betrifft das auch Beatmungsgeräte und Ersatzteile für notwendige medizinische Ausstattung und Geräte.
  • Bundesminister Spahn hat die benannten Liefermengen an Schutzausstattung in den nächsten Tagen in Aussicht gestellt. Ob und wie das erfolgt, ist unklar. Intern (Pandemiestab MS incl. Sachverständige) soll der Verteilerschlüssel festgelegt werden
  • Klassenfahrten und Schüleraustausche sind abzusagen. Unklar ist, ob die Regelung auch für Fahrten der Kitas gilt. Jedoch wird es durch die Sachverständigengruppe empfohlen.
  • Es werden erste Engpässe bei der Bereitstellung von Medikamenten festgestellt. Auch hier ist im Verlauf mit Einschränkungen zu rechnen.

Besondere Empfehlungen seitens des Pandemiestabes für die Alten- und Behindertenhilfe, Pflege im Allgemeinen:

Zu dem besonders schützenswerten Personenkreis gehört die Risikogruppe der Personen ab ca. 60 Jahren sowie Personen mit einer vorliegenden Grunderkrankung. Bei älteren, pflegebedürftigen Menschen, die zusätzlich an einer vorbestehenden Grunderkrankung leiden, ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher. Besonders problematisch ist, dass nach wissenschaftlicher Erkenntnis davon auszugehen ist, dass bis Sommer 2020 die jüngere Bevölkerung das Virus bereits hatte und somit ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für Personen ab 65 Jahre besteht. Demzufolge gilt es für diese Risikogruppen besondere Schutzvorkehrungen zu treffen und erhöhte Vorsicht walten zu lassen. Betroffen davon sind insbesondere ambulante Pflegedienste, teil- und vollstationäre Einrichtungen der Altenhilfe aber auch Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Die Symptome, die mit einer Erkrankung an COVID-19 einhergehen, gleichen den Symptomen diverser saisonaler Erkältungskrankheiten. Das RKI empfiehlt daher nach Möglichkeit die Isolation von Bewohner*innen / Patienten, die an Atemwegserkrankungen oder fieberhaften Erkrankungen leiden. Um die fachgerechte Versorgung dennoch aufrecht zu erhalten und gleichzeitig Mitarbeiter*innen und andere Bewohner*innen vor einer Ansteckung zu schützen, ist für jeden Kontakt mit den jeweiligen Bewohner*innen / Patienten neue Schutzbekleidung zu verwenden.

  • Darüber hinaus bedarf es einer erhöhten Desinfektion der verwendeten Materialien und Bereiche. Gleichzeitig sind die Mitarbeiter*innen gefordert die Bewohner*innen und Patienten stetig anzuhalten, die bereitgestellten Desinfektionsmittel zu verwenden. Für betroffene Bewohner*innen / Patienten mit psychischen, kognitiven Beeinträchtigungen oder auffälligen Verhaltensweisen ist eine erhöhte Aufmerksamkeit, Betreuung und Anleitung der Mitarbeiter*innen erforderlich.
  • Sofern erneut Schutzbekleidung und Desinfektionsmittel erhältlich sind, ist dies mit enormen finanziellen Mehrausgaben verbunden, um die bereits genannten Schutzvorkehrungen einhalten zu können. In den prospektiven Verhandlungen war mit einer Pandemie in diesem Ausmaß zu keinem Zeitpunkt zu rechnen, weshalb dies im Risiko- und Wagniszuschlag standardmäßig nicht berücksichtigt werden konnte.

Checkliste Pandemieplan

Der aktualisierte Pandemieplan des Landes umfasst unter Punkt 10.3.3 bzw. 10.3.4.auch eine Checkliste für die Erstellung eines betrieblichen Pandemieplans.

Weitere Informationen auch zu gesetzlichen Regelungen erhalten Sie hier:

Gesetzliche Regelung zur Entschädigung bei Verdienstausfall wg. Infektionskrankheiten (§56 Infektionsschutzgesetz)
Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache - MDR.de