Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2021

Am 6. Juni 2021 wählten die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes einen neuen Landtag. Traditionell hatten wir als Paritätischer die Zeit des Wahlkampfes genutzt, um soziale Themen ins öffentliche Bewusstsein zu tragen und mit den Kandidatinnen und Kandidaten für den Landtag in einen direkten Diskurs zu sozialpolitischen Herausforderungen zu treten.

Die aktuellen Einschränkungen durch die Pandemie ließen derzeit keine Veranstaltungen in Präsenz zu, sodass wir andere Möglichkeiten - auch digitale Formate - nutzten, auf unsere Themen und Anliegen der sozialen Arbeit hinzuweisen und Forderungen an die Politik der neuen Landesregierung aufzuzeigen.

Wir haben gute Gründe, die Leistungen der Freien Wohlfahrtspflege selbstbewusst und nachdrücklich in den Mittelpunkt zu stellen. In den letzten Monaten haben wir deutlich gemacht, dass wir nicht nur krisenfest und leistungsfähig sind, sondern auch systemrelevant:

Soziale Arbeit ist WERT:VOLL

Sie ist es wert, auskömmlich finanziert zu werden. Mit den Themenschwerpunkten 2021 rückte der Paritätische den besonderen Wert sozialer Arbeit für unsere Gesellschaft in das Zentrum seiner Aktivitäten im Rahmen der Landtagswahl 2021. Dabei hatten wir bewusst auf fachspezifische Wahlprüfsteine verzichtet und stattdessen allgemeinverständliche Themen wie Lebensqualität, Bildung, Teilhabe und Nachhaltigkeit gewählt, um einen breiten Diskurs mit der Politik und der Öffentlichkeit zu ermöglichen – unsere klare Botschaft lautet:

Machen wir. Zusammen!

Wir haben den Kandidatinnen und Kandidaten der etablierten Parteien – ohne Alternative – ein Gesprächsangebot unterbreitet und sie aufgefordert, die Belange und Bedarfe hilfsbedürftiger Menschen ernst zu nehmen, die Finanzierungen unserer wohlfahrtspflegerischen Tätigkeiten verlässlich zu sichern, um die bestehende Angebotsvielfalt aufrechtzuerhalten und damit die gemeinnützige Sozialwirtschaft als wesentlichen Wirtschaftsfaktor im Land zu stärken.


Antje Ludwig - Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Sachsen-Anhalt


Spitzenkandidat*innen beantworten die Fragen des Paritätischen

Dr. Katja Pähle
Spitzenkandiatin der SPD in Sachsen-Anhalt


Eva von Angern
Spitzenkandiatin Die Linke in Sachsen-Anhalt

Dr. Lydia Hüskens
Spitzenkandiatin der FPD in Sachsen-Anhalt


Tobias Krull
Sozialpolitischer Sprecher CDU


Positionen des Paritätischen Sachsen-Anhalt

Verlässliche, auskömmliche Finanzierung Sozialer Arbeit

Lebensqualität sichern und ländliche Regionen fördern

Armut langfristig verhindern

Umfassende Inklusion nicht nur für Menschen mit Beeinträchtigungen

Bildung ganzheitlich denken und lebenslang ermöglichen

Soziale Arbeit ökologischund nachhaltig gestalten


Unsere Themen bleiben aktuell: daher wird der Paritätische im Zeitraum der Regierungsbildung und nach Konstituierung des neuen Landtages mit den Fraktionen diese Positionen nachdrücklich in die Diskussion bringen.

Darüber hinaus wollen wir die Menschen in unserem Land mobilisieren, ihr aktives Wahlrecht zu nutzen und über die Zukunft eines sozial gerechten Landes Sachsen-Anhalt mitzubestimmen.

Sie können hier die Broschüre des Paritätischen Sachsen-Anhalt als PDF herunterladen





Aus unserem Papier „Themenschwerpunkte 2021“ haben wir drei Fragen abgeleitet und die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten der angeschriebenen Parteien um Beantwortung gebeten.


(1) In den vergangenen Jahren haben Träger der Freien Wohlfahrtspflege verstärkt die Abkehr vom Prinzip der Subsidiarität durch die öffentliche Hand beobachtet, z.B. die Rücknahme von übertragenen Aufgaben (bspw. die Kindertagesbetreuung durch Kommunen). Wie wird Ihre Partei das Prinzip der Subsidiarität in der Zukunft wahren und konsequent umsetzen?

(2) Frische Luft und frische Eier - warum soll es sich lohnen, auf dem Land zu leben, ohne nennenswerte Infrastruktur? Kein Bäcker, keine Kita, kein Arzt ... „Der Bus fährt immer, außer heute!“ Woran machen Sie Lebensqualität - insbesondere in ländlichen Regionen - fest?

(3) Teilhabemöglichkeiten zu organisieren und den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken ist einer der wesentlichen Schwerpunkte in unserer Arbeit. Wie stellen Sie sich eine inklusive Gesellschaft vor und was wird Ihre Partei konkret in diesen Prozess einbringen?


Der Paritätische Sachsen-Anhalt ist Mitunterzeichnender bei der Kampagne Zivilgesellschaft Sachsen-Anhalt