Einladung zum Pressegespräch am 11. Mai: Ein Jahr „Ich will mich“ – Eine Zwischenbilanz
Im Leben geistig behinderter Menschen spielen neben vielen anderen Medikamenten häufig Psychopharmaka eine große Rolle. Das Projekt „Ich will mich“, entwickelt und umgesetzt im Regenbogenhaus Magdeburg, möchte den Einsatz dieser Medikamente nicht nur hinterfragen, sondern geht einen Schritt weiter. „Unser Ziel ist, dass geistig behinderte Menschen auch ohne Psychopharmaka gut leben und aktiv sein können“, erklärt Gerhard Ackermann, Leiter des Regenbogenhauses. Im Einklang mit den Bewohnern der Einrichtung und in Zusammenarbeit mit professionellen Fachkräften sollen jene die Persönlichkeit einschränkende Medikamente deutlich reduziert werden.
Vor einem Jahr – am 4. Mai 2009 – startete das bundesweit einmalige Modellprojekt. Seither haben zwölf Teilnehmer schrittweise die Einnahme von Tabletten reduziert – unter ärztlicher Aufsicht – oder sind inzwischen nahezu frei von Psychopharmaka. Die ersten Ergebnisse geben der Idee Recht: Die Bewohner leben bewusster, gesünder, sind aufnahmefähiger, kommunikativer und offener. Am 11. Mai 2010 ziehen die Projektinitiatoren nach einem Jahr „Ich will mich“ eine erste Bilanz. Projektteilnehmer berichten über ihre Erfahrungen, die begleitenden Wissenschaftler erläutern die medizinische Perspektive des Projektes.
Zum Bilanz-Pressegespräch sind Sie herzlich eingeladen.
Ort: Hochschule Magdeburg/Stendal
Breitscheidstraße, Hörsaalzentrum, Foyer
Zeit: 11. Mai 2010, 12.30 Uhr
Ihre Gesprächspartner sind:
- Birgit Reinhardt, Geschäftsbereichsleiterin des Paritätischen Sozialwerkes Behindertenhilfe (PSW)
- Gerhard Ackermann, Leiter des Regenbogenhauses und Projektinitiator
- Dr. Torsten Freitag, Psychiater
- Projekt-Teilnehmer: Ilona Klahm, Bärbel Soika, Rüdiger Plock, Hans-Joachim Schmidt
Für Nachfragen rufen Sie gern an:
Gerhard Ackermann, Einrichtungsleiter
Weidenstraße 5
39104 Magdeburg
Tel.: 0391/5974733 www.ichwillmich.de
Email: gackermann@mdlv.paritaet.org www.psw-behindertenhilfe.de

