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INKLUSION von unten - Rundtischgespräch in Staßfurt zum inklusiven Lernen

INKLUSION stelle ich mir wie All-Iclusiv-Urlaub vor – alle müssen die Chance haben, alles zu nutzen. Den TeilnehmerInnen am Rundtischgespräch „Inklusives Lernen“ gefiel diese bildliche Idee zur INKLUSION, die ein Schuldirektor in die Diskussion am 3. Mai 2011 in der Pestalozzi-Schule Staßfurt einbrachte.


Auf Initiative der PARITÄTISCHEN Regionalstelle Mitte und der Lebenshilfe Bördeland gGmbH trafen sich LehrerInnen aus Förderschulen und Sekundarschulen mit VertreterInnen der Lebenshilfe und des PARITÄTISCHEN Landesverbandes Sachsen-Anhalt, dem stellvertretenden Bürgermeister und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Staßfurt, PolitikerInnen Interessierten. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Staßfurter Aktionstage zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt.


Die Anwesenden waren sich einig, dass der Veränderungsprozess in alle Bereiche der Gesellschaft greifen muss. Neben der Schaffung von verschiedenen Rahmenbedingungen müssen Ideen zur INKLUSION von unten wachsen. Der Prozess erfordert viel Engagement, Zeit und auch Ressourcen. Inklusion ist kein Sparmodell.


Die Anwesenden berichteten von sehr guten Initiativen, wo Kinder mit und ohne Förderbedarf erfolgreich gemeinsam lernen, wo SchülerInnen nach dem Wechsel aus der Förderschule erfolgreich einen Hauptschulabschluss in der Sekundarschule erlangen oder eine Förderschülerin den Englischwettbewerb gewinnt und dabei die sogenannten „normalen“ Schüler hinter sich lässt. Diese Einzelbeispiele kommen aufgrund des hohen Engagements von LehrerInnen unterschiedlicher Schultypen zustande und weil die Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachleute funktioniert.


Gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf ist keine Illusion, aber die individuellen Förderbedarfe müssen im Mittelpunkt stehen, LehrerInnen in allen Schulen brauchen dazu das entsprechende Rüstzeug aus Ausbildung bzw. Fortbildung, um mit jeglicher Form von Behinderung umgehen zu können. Es braucht flexible Lösungen anstatt starrer Verordnungen. Beim Veränderungsprozess müssen die Erfahrungen der Basis mit einfließen – INKLUSION kann nicht verordnet werden, denn INKLUSION passiert von unten.


Die TeilnhemerInnen des Rundtischgespräches gaben die Empfehlung, dass der PARITÄTISCHE gemeinsam mit der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege an das Sozialesministerium und das Kultusministerium sowie Politik und Verwaltung heran tritt, um weitere Schritte zur Inklusion gemeinsam zu beraten. Ziel ist dabei die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention - Eine Schule für Alle!

 

Gemeinsam pflanzten SchülerInnen der Pestalozzischule einen Ginko als Baum der INKLUSION auf dem Schulhof der Pestalozzi-Schule Staßfurt

 

Gabriele Haberland
Regionalleiterin
PARITÄTISCHE Regionalstelle Mitte
Tel :  03473 92980
e-mail: ghaberland@mdlv.paritaet.org