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Wir bleiben sozial und gestalten Gesellschaft gemeinsam – Kinder sind unsere Zukunft und ihre Familien sind wertvoll!

14. Juli 2017
Familien müssen immer mehr Anforderungen gerecht werden. Die Anforderungen im Beruf und flexible Arbeitszeiten stellen Eltern vor große Herausforderungen. Aber auch die Pflege naher Angehöriger ist eine Aufgabe, der sich mehr und mehr Menschen widmen wollen bzw. müssen. „Familien, die diese Herausforderungen meistern, benötigen Anerkennung, Unterstützung und gute Rahmenbedingungen, denn ihre Kinder sind unsere Zukunft und sie sind wertvoll“, so Wolfgang Schuth, Vorsitzender des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt e. V. und Vorstandsmitglied der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege.

Unterstützung und Anerkennung spiegelt sich z. B. darin wider, dass genügend Einrichtungen der Kindertagesbetreuung vorhanden sind und die Qualität in den Einrichtungen gut ist. Aktuell ist die Kindertagesbetreuung in ganz Deutschland unterschiedlich geregelt und leider sind hohe Betreuungsquoten und qualitativ hochwertige Rahmenbedingungen selten. Daher sind in allen Ländern weitere Investitionen durch den Bund nötig. Auch die Care-Zeiten für Familien mit jungen Kindern könnten mit einer finanziellen Unterstützung besser gewürdigt werden. „Daher begrüßen wir die Diskussion um das Familiengeld, aber dabei dürfen wir die pflegenden Angehörigen nicht vergessen. So können sich Geringverdienende aktuell die Inanspruchnahme der Familienpflegezeit nicht leisten. Zudem muss es für die Pflegenden die Sicherheit geben, nach der Pflegezeit in eine Vollzeitbeschäftigung zurückkehren zu können. Hier sind dringend Nachbesserungen nötig“, ergänzt Wolfgang Schuth.

Zusätzlich setzt sich Deutschland mit der Zeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention für eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe ein. Kein Mensch soll auf Grund seiner Besonder-heiten, z. B. einer Behinderung, benachteiligt werden. Konkret heißt das, dass ein Kind mit einer Behinderung die besonderen Eingliederungsleistungen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz bekommt und darüber hinaus auch einen Anspruch auf alle anderen Leistungen hat, z. B. eine Kita-Betreuung oder die Teilnahme an einer Jugendfreizeit. Damit muss die soziale Infrastruktur für diese Menschen aber mindestens erreichbar sein. Darüber hinaus sind unter dem Gesichtspunkt der Inklusion mittlerweile auch junge Geflüchtete einzubeziehen. „Junge Geflüchtete, die als Minderjährige oder junge Volljährige Hilfe und Unterstützung erbitten, müssen auf der Basis einer gesetzlichen Grundlage ein Recht darauf haben. Eine zwei Klassen-Jugendhilfe darf sich nicht etablieren“, meint Wolfgang Schuth.

Hintergrundinformationen:
Unter dem Dach der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege im Land Sachsen-Anhalt e.V. sind alle Spitzenverbände im Land organisiert. Das sind die AWO, die CARITAS, der Paritätische, das DRK, die Diakonie und der Landesverband Jüdischer Gemeinden. Gemeinnützig kümmern sich die Einrichtungen der Verbände um Kinder, Jugendliche und Familien, organisieren soziale Hilfen, Gesundheitshilfe und helfen Notleidenden und gefährdeten Menschen. Die Verbände repräsentieren über 30.000 ehrenamtliche Helfer*innen sowie über 62.000 hauptamtliche Mitarbeiter*innen in mehr als 3.600 sozialen Diensten und Einrichtungen.

Für Nachfragen rufen Sie gern an:
Manuela Knabe-Ostheeren, Geschäftsführerin der LIGA
Tel.: 0391 56807-10 / Email: info@liga-fw-lsa.de / www.liga-fw-lsa.de