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„Wir gestalten unsere Stadt!“ - Aktion anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

Magdeburg, 9. Mai 2017

Aus Anlass des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen hat der Paritätische Sachsen-Anhalt zum diesjährigen Aktionstag am 9. Mai 2017 in das Magdeburger Rathaus eingeladen. Partner*innen waren Akteure der Verwaltung der Landeshauptstadt Magdeburg, des Vereins Der Weg e.V., des Allgemeinen Behinderten-Verbandes und des Blinden- und Sehbehinderten-Verband  Land Sachsen-Anhalt.
„Unter  dem Motto: Wir gestalten unsere Stadt, haben wir gemeinsam Ideen entwickelt, um Magdeburg positiv und lebenswerter zu verändern, damit Menschen hier gern und gleichberechtigt leben können.“, erklärte Gabriele Haberland, Regionalstellenleiterin beim Paritätischen Wohlfahrtsverband am Rande der Veranstaltung. Freundlichkeit und Offenheit bildeten eine gute Grundlage, um einander kennen zu lernen und gemeinsam Veränderungsbedarfe zu benennen.

Politiker*innen, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung aus den Vereinen/Verbänden und den Gemeinwesenarbeitsgruppen haben Vorschläge für Magdeburg 2025 plus entwickelt. 

 Was braucht es, um Inklusion zu gestalten?

  • die Einkaufshilfe im Supermarkt, die zur Stelle ist, wenn ein Mensch mit Beeinträchtigung die gewünschte Ware nicht finden kann;
  • achtsame Straßenbahnfahrer*innen, die vorausschauend die Tür öffnen und bei Bedarf eine Rampe anlegen;
  • einfache Sprache in Verwaltung, Politik und im Alltag, um sprachliche Barrieren abzubauen;
  • Arztpraxen, die grundsätzlich mit Rampe bzw. barrierefrei erreichbar sind;
  • Orte der Begegnung, die offen sind für Alle und nicht zielgruppenspezifisch;
  • Zeit, Geduld und Verständnis füreinander – Achtsamkeit und Rücksichtnahme, nicht nur im Straßenverkehr.

Eine Teilnehmerin aus dem Blinden- und Sehbehindertenverband empfiehlt Menschen mit Beeinträchtigung, dass sie sich aktiver beteiligen und z.B. in den Gemeinwesen Arbeitsgruppen (GWA´s) der Landeshauptstadt einbringen.

Tobias Krull, Mitglied des Landtages für die CDU, hat für Magdeburgs Bewerbung als Kulturhauptstadt die Empfehlung gegeben, Barrierefreiheit mit zu denken.

Der Magdeburger Kabarettist Lars Johansen hat die Ergebnisse der Diskussionsrunden zusammengefasst und uns Kommunikation ans Herz gelegt, denn miteinander reden ist Grundvoraussetzung fürs Verstehen.

 „Die Anregungen und Empfehlungen werden wir in unsere Verbandsarbeit und unser sozialpolitisches Engagement einfließen lassen und u.a. eine engere Zusammenarbeit vor Ort mit GWA´s und Stadtteilmanager*innen suchen.“ versprach Ralf Hattermann, Referent für Menschen mit Beeinträchtigungen beim Paritätischen Sachsen-Anhalt.

Die Veranstaltung wurde von Aktion Mensch e.V. unterstützt.

Gabriele Haberland
Regionalstellenleiterin Mitte-West
Ralf Hattermann
Referent Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen