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Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen sollen Einblicke in den Arbeitsmarkt und den Erwerb erster Sprachkenntnisse ermöglichen.

Die Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM) sind Teil des kürzlich in Kraft getretenen Integrationsgesetzes. Ziel der FIM ist, Geflüchteten die Gelegenheit zu geben einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen, noch während sie sich im Asylverfahren befinden. Durch eine niedrigschwellige Beschäftigung sollen frühzeitig Einblicke in den deutschen Arbeitsmarkt und das gesellschaftliche Zusammenleben ermöglicht werden und gleichzeitig erste Sprachkenntnisse erworben werden können. Darüber hinaus soll es sich um eine Tätigkeit handeln, die zum Gemeinwohl beiträgt.

Das Projekt ist im August dieses Jahres gestartet und wird voraussichtlich 2020 enden. Jährlich sollen bis zu 100.000 Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden. Finanziert und verwaltet wird das Projekt vom Bund. Für die Durchführung sind die Bundesagenturen für Arbeit und staatliche, kommunale oder gemeinnützige Träger verantwortlich. 

Zum einen besteht die Möglichkeit die FIM intern, also in einer Erstaufnahmeeinrichtungen oder einer Gemeinschaftsunterkunft auszuüben. So können etwa Küchen- oder Reinigungsarbeiten übernommen werden. Zum anderen kann eine FIM auch extern, beispielsweise in einer sozialen Organisation, erfolgen. Die Zielgruppe dieses Angebots sind volljährige, arbeitsfähige und nicht erwerbstätige Menschen, die nach dem Asylbewerberleistungsgesetz leistungsberechtigt sind. 

Kritisch anzumerken ist, dass Geflüchtete den Anspruch auf Leistungen verlieren, wenn sie die Arbeitsgelegenheiten nicht antreten. Außerdem können Menschen aus sogenannten sicheren Herkunftsländern, Geduldete oder Ausreisepflichtige die FIM nicht in Anspruch nehmen.

Trotzdem können die FIM ein durchaus geeignetes Mittel zur Integration darstellen, wenn die jeweiligen Rahmenbedingungen passen. Die FIM sind vor allem unter qualitativen Gesichtspunkten zu realisieren. Es braucht sowohl Träger, die angemessene Arbeitsgelegenheiten anbieten und die Geflüchteten adäquat betreuen können und eine sinnvolle Zuordnung geeigneter Personen, durch die Arbeitsagenturen. 

Die Beantragung erfolgt über die Integrationsbeauftragten der Landkreise und kreisfreien Städte. Nähere Informationen zur regionalen Umsetzung erhalten Sie auch über unsere Regionalstellen.


Für Rückfragen:

Michael Bertram
Student im Praxissemester
Referat Vorstand/Geschäftsführung
E-Mail: mbertram@paritaert-lsa.de