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Flüchtlinge ins Schulleben integrieren - LIGA der freien Wohlfahrtspflege lud zum Fachtag über „Migration und Schule“

PRESSEMITTEILUNG vom 10.08.2016

Damit zugewanderten jungen Menschen das Ankommen und Zurechtfinden in Deutschland leichter fällt, sind Hilfe und Begleitung auf möglichst vielen Ebenen notwendig. Im schulischen Kontext können sich geflohene Schüler vor allem an ihre Lehrer sowie Schulsozialarbeiter wenden. Diese wünschen sich ihrerseits häufig Orientierungshilfen, da sich die Integration von jungen Flüchtlingen sehr vielschichtig gestaltet.

Die „LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen-Anhalt“ hat diesen Bedarf an abrufbaren Unterstützungsleistungen zum Anlass genommen, um Schulleitungen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter und weitere Netzwerkstellen zu einem Fachtag mit dem Thema „Migration und Schule“ einzuladen. Etwa 100 Gäste waren der Einladung am Dienstag gefolgt und nahmen an dem Programm aus Fachvorträgen und Workshoparbeit im Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt teil. „Mit unserem Fachtag wollen wir die Handlungssicherheit der Lehrer und Sozialarbeiter an den Schulen erhöhen“, sagt Mirko Günther von der „LIGA“. „Auch unsere Pädagogen brauchen Ansprechpartner, die sie jederzeit und in allen Fragen um Rat fragen können. Dazu haben wir viele Experten aus der Migrationshilfe eingeladen, die in Fachvorträgen und Workshops die vielfältigen Themen im Spannungsfeld zwischen Schule und Migration beleuchten.“

Die Workshops zu Themen wie Werthaltungen, Verschiedenheit, Partizipation, Lernort Schule und Willkommenskultur luden die Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter des Landes unter der Leitung geladener Experten ein, sich über die Erfahrungen mit Migranten an ihren Schulen auszutauschen und Anregungen von Kollegen anderer Schulen mitzunehmen.

„Neben dem konkreten inhaltlichen Austausch über gelungene und weniger gelungene Methoden und Projekte, sollen die Pädagogen auch ein Gefühl für die Wichtigkeit von guter Netzwerkarbeit entwickeln“, sagt Mirko Günther. Diesen Aspekt hob auch Nurten Karakas, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Bildungsintegration der Universität Hildesheim, in der Abschlussdiskussion hervor: „Wir können uns immer umsehen, welche Erfahrungen schon gemacht wurden. Es kann unsere Arbeit sehr erleichtern, wenn wir diese Erfahrungen auch nutzen. Es ist nicht notwendig, das Rad immer neu zu erfinden“, sagt sie.

Zum Abschluss der Fachtagung dankte Mirko Günther allen Anwesenden für die rege Teilnahme und die angeregten Gespräche in den Workshops: „Wir haben gesehen, dass der Austauschbedarf zum Thema „Migration und Schule“ überaus groß ist. Unsere jungen Migranten werden allerdings davon profitieren, wenn wir weiterhin neugierig und lernbereit bleiben.“

 

Bei Rückfragen rufen Sie gern an:
LIGA-AG Schulsozialarbeit Sachsen-Anhalt
Mirko Günther
Wiener Straße 2
39112 Magdeburg
Tel.: 0391/ 629 359 691
E-Mail: mguenther@paritaet-lsa.de
http://www.liga-fw-lsa.de/