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PARITÄTISCHER gratuliert der UN-Kinderrechtskonvention zum 25. Geburtstag

Am 20 November 1989 haben die Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. „Das war ein denkwürdiges Ereignis“ sagt Siegfried Hutsch, Referent für Frühkindliche Bildung und Jugendhilfe beim PARITÄTISCHEN Sachsen-Anhalt, „das in vielen Bundes- und Ländergesetzen für nachhaltige Veränderungen gesorgt hat“. So sind zum Beispiel im Achten Sozialgesetzbuch das Wunsch- und Wahlrecht, die Gleichbehandlung von Mädchen und Jungen aufgenommen und seit 1. Januar 2012 Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren für Kinder und Jugendliche festgeschrieben. Nach Aussagen des Referenten zeigen die Forderungen und gesetzlichen Veränderungen ihre Wirkung. In der praktischen Arbeit zum Beispiel hat sich das „Bild vom Kind“ verändert. „Wir als Verband legen großen Wert darauf, dass die Rechte von Kindern und jungen Menschen umgesetzt werden. Das merkt man daran, wie Kinder und junge Menschen in der Kinder- und Jugendarbeit, in Kindertagesstätten usw. beteiligt, wie sie mit ihren Wünschen, Ängsten und Sorgen ernst genommen werden.“ sagt Hutsch weiter und betont „unsere Mitglieder arbeiten an den Beteiligungsformen und der Verbesserung der Kinderrechte in ihren Einrichtungen und Diensten. In Kindertagesstätten gibt es Kinderparlamente, Jugendclubs haben einen Clubrat und in Heimen sind Gruppensprecher usw., die die Interessen der Kinder und Jugendlichen vertreten.“

Es ist viel geleistet worden in den letzten 25 Jahren, ein Beispiel dafür ist das neue Kinderförderungsgesetz in Sachsen-Anhalt, das wieder allen Kindern einen ganztägigen Betreuungsanspruch bietet. Dennoch gibt es noch viel zu tun, sagt der Referent „In einem Bundesland, das immer weniger Kinder haben wird, müssen die Kinderrechte noch mehr Beachtung finden, Erwachsene regieren und denken sonst an den Kindern und jungen Menschen vorbei.“ Das heißt, in den Gemeindeparlamenten müssen Kinder und Jugendliche Wahl- und Mitspracherecht haben. Die Verringerung der Armutsquoten von Kindern in Sachsen-Anhalt muss auf der politischen Agenda dieses Landes weiterhin ganz oben stehen. „Wir haben im Bundesvergleich die dritthöchste Armutsquote von Kindern unter 15 Jahren, da müssen wir mehr tun“, fordert Hutsch.

An der Kinder- und Jugendhilfe zu sparen, ist die denkbar schlechteste Investition für die Zukunft. Für eine stetige Beachtung und Umsetzung der Kinderrechte wird sich der PARITÄTISCHE Sachsen-Anhalt e.V. auch in den kommenden 25 Jahren verpflichten.

„Herzlichen Glückwunsch der UN-Kinderrechtskonvention!“


Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Siegfried Hutsch

Referat Frühkindliche Bildung, Jugendhilfe, Bundeskoordinator Jugendsozialarbeit

Tel. 0391/ 6293 335
Fax: 0391/ 6293 433
E-Mail: shutsch@paritaet-lsa.de