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„Nicht alle Tassen im Schrank?“ Startschuss für landesweite Aufklärungskampagne

Wer seelisch krank ist oder ein Suchtproblem hat, erfährt ob Ablehnung. „Selbst schuld“, heißt es da gern. Viele psychisch Kranke schämen sich zudem ihres Problems. Was diese Menschen brauchen, ist Verständnis, Anerkennung und Unterstützung. Das wollen der PARITÄTISCHE und weitere Projektpartner mit einer landesweiten Aufklärungskampagne erreichen und für das Thema, das gern tabuisiert wird, sensibilisieren. Unter der provokanten Überschrift „Nicht alle Tassen im Schrank? Na UND!?“ werden ab Mai 680 Plakate an den Litfaßsäulen in Magdeburg, Halle und Dessau kleben. Ein Beweggrund für die Kampagne ist, dass der Verein „Der Weg“ e. V., Mitgliedsorganisation des Landesverbandes des PARITÄTISCHEN Sachsen-Anhalt e.V., 2011 bis 2012 ein von der „Aktion Mensch“ gefördertes Inklusionsvorlaufprojekt in Magdeburg durchgeführt hat. Im Ergebnis dieses Projektes zeigte sich, dass die Aufklärungsarbeit bezogen auf die Lebenslagen von seelisch behinderten Menschen eine bedeutende Rolle auf dem Weg zur Verbesserung der Teilhabe dieses Personenkreises spielt.

In der Weiterentwicklung ist die Idee entstanden, eine landesweite Aufklärungskampagne zur Gleichstellung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen zu initiieren. Diese wird ergänzt durch 5000 Postkarten, die auf weitere Aktionen und Veranstaltungen zum Thema hinweisen. „Ziel dieser Kampagne ist es, auf die Lebenswirklichkeit der Menschen mit seelischen Behinderungen aufmerksam zumachen, zur Bewusstseinsbildung beizutragen und somit den Weg zu einer inklusiveren Gesellschaft mitzugestalten“, erklärt Ralf Hattermann, zuständiger Referent beim PARITÄTISCHEN. Gemeinsam mit Vertretern von Der Weg e.V. und der Freiwilligenagentur Magdeburg e.V., wird auf einem „Touring-Board“ das letzte A1-Plakat geklebt und der Startschuss gegeben. Die Plakatkampagne läuft im Zeitraum vom 3. Mai bis zum 13. Mai 2013. Hintergrund: Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderung macht jährlich mit Aktionen und Veranstaltungen rund um den 5. Mai auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland aufmerksam – mit dem Ziel, dass alle gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Mit dem Motto „Ich bin entscheidend“ steht das Thema „Selbstbestimmt Leben“ in diesem Jahr im Mittelpunkt. „Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen dürfen nicht länger im Schatten der Gesellschaft stehen und Ablehnung erfahren“, erklärt Ralf Hattermann, Referent des PARITÄTISCHEN. Klischees und Tabuisierung prägen oftmals den Umgang mit psychisch Kranken.

Aufklärungskampagne Plakat 2

Melanie Nehring von „Der Weg e.V.“, Ralf Hattermann vom PARITÄTISCHEN und Jana Schulze, Mitarbeiterin der Freiwilligenagentur Magdeburg e.V., klebten gemeinsam das letzte Plakat auf das Touring-Board.

Hintergrund: Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderung macht jährlich mit Aktionen und Veranstaltungen rund um den 5. Mai auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland aufmerksam – mit dem Ziel, dass alle gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Mit dem Motto „Ich bin entscheidend“ steht das Thema „Selbstbestimmt Leben“ in diesem Jahr im Mittelpunkt. „Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen dürfen nicht länger im Schatten der Gesellschaft stehen und Ablehnung erfahren“, erklärt Ralf Hattermann, Referent des PARITÄTISCHEN. Klischees und Tabuisierung prägen oftmals den Umgang mit psychisch Kranken.

 

Für Nachfragen rufen Sie gern an:
Ralf Hattermann, Referent Hilfen für Menschen mit Behinderungen
Deutscher PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.
Telefon: 0391/6293533
Mail: rhattermann@paritaet-lsa.de