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„Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ – erste Ergebnisse

Das Robert Koch – Institut veröffentlichte vor Kurzem erste Ergebnisse des neuen Gesundheitsuntersuchungssurveys für Erwachsene, der über einen Zeitraum von drei Jahren durchgeführt wurde (2008 bis 2011). Ziel des Surveys ist die wiederholte Bereitstellung bundesweit repräsentativer Daten zur gesundheitlichen Lage der erwachsenen Bevölkerung. Neu aufgenommen in die Erhebung wurden Angaben zur psychischen Gesundheit, die Voraussetzung für eine hohe Lebens­qualität und Leistungsfähigkeit sind.

Folgende Aussagen enthält der Bericht:

  • Unter den 18- bis 79-Jähri­gen in der Bevölkerung sind 67,1% der Männer und 53,0% der Frauen über­gewichtig
  • Adipös (fettleibig) sind aktuell 23,3% der Männer und 23,9% der Frauen
  • Mit steigen­dem sozioökonomischem Status (errechnet aus Angaben zur Bildung, Beruf und Einkommen) nimmt der Anteil Adipöser bei Männern und Frauen ab, der Anteil Übergewichtiger sinkt jedoch nur bei Frauen
  • Bei 7,2% der Erwachsenen im Alter von 18 bis 79 Jahren (Frauen: 7,4%; Männer: 7,0%) wurde jemals Diabetes diagnostiziert (entspricht etwa 4,6 Mio Erwachsenen)
  • Nach ersten Ein­schätzungen haben insgesamt weitere 0,7–2,1% der Erwachsenen derzeit einen unerkannten Diabetes
  • Regelmäßig mindestens eine Stunde pro Woche sportlich aktiv sind 51,7% der Männer und 49,5% der Frauen
  • Fehlzeiten am Arbeitsplatz wegen psychischer Störungen sind in den letzten 10 Jahren stark angestiegen
  • An einer aktuellen depressiven Störung leiden zum Zeitpunkt der Befragung 8,1% der Teilnehmer (Frauen: 10,2%; Männer: 6,1%). Die Häufig­keit von Depressionen sinkt mit der Hö­he des sozioökonomischen Status
  • Insge­samt geben 4,2% der Befragten an, dass bei ihnen ein Burn-out-Syndrom fest­gestellt wurde (Frauen: 5,2%; Männer: 3,3%).
  • Die Häufigkeit eines Burn-out-Syndroms steigt mit der Höhe des sozioökonomischen Status
  • Die vorläufige statistische Auswertung ergibt, dass nahezu jeder vierte männliche und jede dritte weibli­che Erwachsene im Erhebungsjahr zu­mindest zeitweilig unter voll ausgepräg­ten psychischen Störungen gelitten ha­ben. Am häufigsten sind Angst- und depressive Störungen, gefolgt von Subs­tanz- und somatoformen Störungen.

Eine ausführliche und umfassende Publikation des Robert Koch-Institutes erfolgt Mitte 2013.


Für Nachfragen rufen Sie gern an:

Romy Kauß

Referentin für Gesundheit und Selbsthilfe

Tel.: 0391 6293511

E-Mail: rkauss@paritaet-lsa.de