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Weniger Geld im Haushalt für immer mehr ältere Menschen in Magdeburg - PARITÄTISCHER Kaminabend am 4.07.2012

Der PARITÄTISCHE in Magdeburg sorgt sich um die Betreuung älterer Menschen in der Landeshauptstadt. Deshalb hat die PARITÄTISCHE Kreisgruppe Magdeburg PolitikerInnen aus allen Fraktionen des Stadtrates und VertreterInnen des Seniorenbeirates zu einem Kaminabend in das Alten- und Service-Zentrum im Bürgerhaus Kannenstieg eingeladen. Hier standen die Entwicklung der seniorenpolitischen Leitlinien und deren Umsetzbarkeit angesichts der erforderlichen Haushaltskonsolidierung in der Landeshauptstadt im Mittelpunkt der Diskussion.

Erklärtes Ziel von Politik und Verwaltung ist es, dass möglichst viele Menschen aktiv älter werden, sich am gesellschaftlichen Leben und an politischen Entscheidungen beteiligen und ihre Erfahrungen weitergeben. Ein solchermaßen gestaltetes Leben beugt Einsamkeit und Pflegebedürftigkeit vor. Dazu fördert die Stadt seit 1998 fünf Alten- und Service-Zentren und z.Z. zehn offene Treffs, in denen sich ältere Menschen treffen können, sich ehrenamtlich oder in der Selbsthilfe engagieren können und u.a. zu sozialen Fragen oder zur Pflege beraten werden. Eine Struktur, die sich bewährt hat und von älteren Menschen ebenso geschätzt wird wie von Verwaltung und Politik.

Angesichts der ca. 69.400 BürgerInnen in Magdeburg, die 60 Jahre und älter sind, ist gut vorstellbar, dass die Struktur keineswegs ausreicht und unbedingt die finanzielle und personelle Unterstützung ausgebaut werden müsste. Doch dem ist nicht so. Erstmals wurden 2012 die Zuwendungen für das bewährte gestufte System gekürzt, denn der Haushalt der Kommune verlangt eine Konsolidierung.

Die anwesenden Politiker aus allen Stadtratsfraktionen waren sich einig, dass grundsätzliche Überlegungen, auch angesichts des Rückgangs an Arbeitsmarkt-Maßnahmen, angestellt werden müssen. Herr Ansorge (CDU) informierte, dass im Arbeitskreis Altenplanung Politiker, Verwaltung und Freie Träger gemeinsam nach Lösungen suchen, wie künftig in der Stadt die wichtige Arbeit der offenen Altenhilfe finanziert und geleistet werden kann.

Auf die Frage, welche 3 Wünsche die Leiterinnen der Alten-und Service-Zentren hätten, waren sie sich einig:

  • Nachhaltige Sicherung des abgestuften System der offenen Altenhilfe, um für ältere Menschen ein verlässlicher Partner zu sein,sichere hauptamtliche Strukturen, um Menschen als ehrenamtlich Tätige zu gewinnen, zu begleiten und einzusetzen zu können
  • sichere hauptamtliche Strukturen, um Menschen als ehrenamtlich Tätige zu gewinnen, zu begleiten und einzusetzen zu könnenZeit, um Sozial- und Pflegeberatung, Prävention im Alter zu leisten und Anleitung zur Selbsthilfe geben zu können.
  • Zeit, um Sozial- und Pflegeberatung, Prävention im Alter zu leisten und Anleitung zur Selbsthilfe geben zu können.

Die TeilnehmerInnen aus Politik und den Mitgliedsorganisationen des PARITÄTISCHEN warten nicht bis eines Tages die Wünsche in Erfüllung gehen. Sie haben konkret verabredet, in den entsprechenden Arbeitskreisen und politischen Gremien gemeinsam um mögliche Lösungen zu ringen.

 

Gabriele Haberland

Leiterin der Regionalstelle Mitte-West