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Arbeitsminister Bischoff: Neues Beschäftigungsprogramm startet im Sommer / Coachs sollen Arbeitsuchende aktiv begleiten

Das neue Arbeitsmarktprogramm des Landes für mehr Beschäftigung kann im Sommer starten. Arbeitsminister Norbert Bischoff erklärte am Mittwoch: „Die Feinjustierung steht vor dem Abschluss. Wir werden rund 30 Millionen Euro einsetzen können, um mehr Familien mit Kindern aus Armut herauszuführen. Ziel ist, dass es in jeder Familie wenigstens einen Verdiener gibt.“

Das neue Programm mit dem Titel „Familien stärken – Perspektiven eröffnen“ richtet sich an Alleinerziehende sowie junge Familien, wo beide Elternteile erwerbslos sind. Eine tragende Säule ist die enge Kooperation von Arbeitsförderung mit der Jugend- und Erziehungshilfe.

Bischoff: „Die Familien werden im Interesse der Kinder vom Jugend- und Sozialamt unterstützt. Nachhaltige Erfolge sind jedoch nur dann zu erzielen, wenn für die Eltern der Weg hinaus aus der Erwerbslosigkeit gefunden wird. Hier setzt das neue Programm an. Wir wollen diese oftmals Langzeitarbeitslosen neu motivieren und stark machen für den Arbeitsmarkt. Ziel ist eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt.“

Der Minister betonte: „Das neue Programm zeichnet sich durch eine sehr aktive Begleitung der Alleinerziehenden und Familien aus. Wir sagen nicht einfach, hier gibt es die Möglichkeit für ein Praktikum oder einen Berufseinstieg – nun sieh zu. Vielmehr stellen wir, wenn gewünscht, den Arbeitsuchenden auch so genannte Familienintegrationscoachs an die Seite. Diese sollen beraten, koordinieren, vermitteln und moderieren. So wollen wir unterstützen – gerade auch bei Rückschlägen und in Situationen, die allein nur schwer zu meistern wären. Diese Menschen haben bereits zu viele Misserfolge in ihrem Leben einstecken müssen, wir wollen jetzt den Erfolg.“

Die Familiencoachs werden in Kooperation mit den  Landkreisen und kreisfreien Städten zum Einsatz kommen. Der Einstieg auf dem Arbeitsmarkt soll über eine so genannte betriebliche Erprobung erfolgen. Details zur Antragstellung sollen im April bekannt gegeben werden.

Hintergrund:

Die Statistik für 2011 besagt, dass etwa 11.600 Alleinerziehende erwerbslos und in mehr als 3.000 Familien beide Partner arbeitslos waren sind. Sie waren auf staatliche Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts abhängig. Mehr als die Hälfte dieser Menschen war länger als ein Jahr erwerbslos. Zugleich verfügte aber fast die Hälfte der Betroffenen über eine abgeschlossene Berufsausbildung.

 

Quelle: Ministerium für Arbeit und Soziales - PM 010/2012